Häufig gestellte Fragen


Was ist eigentlich mit „Lokalisierung“ gemeint?

Ursprünglich verstand man darunter die Übersetzung und kulturelle Anpassung und Umgestaltung eines Softwareprodukts an eine andere Umgebung (Land, Sprache), doch inzwischen wird der Begriff auch allgemein für das Übersetzen von Dokumentationen, Werbematerialien, Internetseiten usw. verwendet, also für „interkulturelle Kommunikation“. Dabei wird nicht nur in eine andere Sprache übersetzt, sondern es werden auch regionale Besonderheiten berücksichtigt, etwa Datumsformate, Maße, Währungen, Anredeformen. Häufig müssen Beispielszenarien, Fallstudien und Ähnliches umgeschrieben und nicht kulturneutrale Abbildungen ausgetauscht werden. Außerdem gilt es, typografische Konventionen, Sicherheitsnormen und andere kulturspezifische Elemente entsprechend zu ändern.

Wie steht es mit Glossaren?

Glossare werden meist in Terminologiedatenbanken verwaltet, aber auch in Form von mehrsprachigen Listen als Excel- oder Word-Tabellen. In der IT-Industrie gelten die Glossare von Microsoft, Apple und der Lotus Notes Business Partner als De-facto-Standard für die jeweiligen Plattformen. Darüber sind jedoch für jeden Kunden eigene fachsprachliche Glossare und firmeninterne Präferenzen zu berücksichtigen und ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Dies bedingt häufige Rückfragen, aber auch Recherchen und eigene Terminologiearbeit.

Sind bei Alpha CAT-Tools im Einsatz?

Ja, ein Leben ohne CAT-Tools ist für Übersetzer nicht mehr denkbar, auch wenn sie zum Beispiel bei kreativen Marketingtexten kaum eine Hilfe und mit Vorsicht zu behandeln sind. Wir verwenden in Absprache mit unseren Kunden alle gängigen Standard-CAT-Tools, darunter Trados, Passolo, Catalyst und Déjà Vu. Der Einsatz von Translation Memorys ist noch lange keine Garantie für eine optimale Übersetzung: Ein TM bedarf immer auch noch der menschlichen Intelligenz und muss außerdem regelmäßig gewartet und aktualisiert werden. Ein 100 %-Match ist nicht immer auch 100 %ig richtig! Unsere Linguisten beraten Sie gerne im Zusammenhang mit TM-Management und beim Erstellen von Single-Source-Dokumentation.

Verwendet Alpha auch maschinelle (automatische) Übersetzung?

Die kurze Antwort ist Nein. Maschinelle Übersetzung (MÜ) darf nicht mit computerunterstützter Übersetzung (CAT) verwechselt werden. Bei der MÜ generiert der Computer eigenständig Übersetzungen, also ohne menschliches Eingreifen; bei CAT-Prozessen hingegen leistet er nur eine gewisse Hilfestellung, etwa durch ein Translation Memory, in dem die vom Menschen übersetzten Texte zur Wiederverwendung gespeichert werden. Einige unserer Kunden verwenden allerdings maschinelle Übersetzungsprogramme. Alpha leistet dann die Endredaktion, die darin besteht, die maschinell erzeugten Texte semantisch, grammatisch und stilistisch so zu überarbeiten, dass sie für den Rezipienten verständlich sind. In manchen Industriezweigen, etwa in der Automobilbranche, konnten beträchtliche Fortschritte in der MÜ erzielt werden, sodass die Ergebnisse relativ brauchbar sind und keiner allzu intensiven Nachbearbeitung bedürfen. In anderen Industrien hingegen, in denen die technischen Redakteure sich weniger an rigorose Richtlinien (Simplified English) halten und freier schreiben, steckt die MÜ noch in den Kinderschuhen und erzielt noch nicht die Produktivitätsgewinne, die man sich erhofft. Allerdings macht die MÜ ständig Fortschritte. Inzwischen gibt es neben den rein regelbasierten Systemen auch solche, die anhand von Beispieldatenbanken und mit statistischen Methoden arbeiten. Zweifellos wird sich hier in den nächsten Jahren Interessantes tun.

Was ist anders bei Alpha?

Anders als bei den meisten Übersetzungs- und Lokalisieurungsunternehmen sind unsere Mitarbeiter alle fest angestellt. So ergibt sich eine ständige Interaktion und Kommunikation zwischen den Übersetzerteams, den Projektleitern und den übrigen Mitarbeitern. In Cambridge sind dies derzeit etwa 90 Mitarbeiter aus vielen Ländern, in Barcelona 35. Wir sind überzeugt, dass dieses Konzept auf vielfältige Weise zum Erfolg von Alpha und zur Zufriedenheit unserer Kunden beiträgt.

Wie werden die Übersetzer ausgesucht?

Die meisten finden uns, entweder direkt über unsere Website oder einschlägige Foren oder direkt über ihre Universität. Bei der Auswahl berücksichtigen wir die akademischen und fachlichen Qualifikationen, Berufserfahrung, Spezialgebiete und Interessen sowie die eingereichten Probeübersetzungen. Jungen Übersetzern bieten wir die Möglichkeit, als Praktikanten bei uns einzusteigen.

Wie sieht die Arbeitsumgebung der Übersetzer aus?

Die Übersetzer arbeiten in muttersprachlichen Teams zusammen. Alle Arbeitsstationen sind vernetzt. Die Übersetzer haben Zugriff auf ihre Translation Memorys, die erforderlichen Glossare, gemeinsame Referenzmaterialien und elektronische Wörterbücher. Bei mehrsprachigen Projekten wird auch eine Frage- und Antwortdatenbank geführt, sodass sich die Übersetzer auch über die Grenzen ihres Teams hinweg austauschen und Probleme gemeinsam lösen können. Selbstverständlich sind auch jederzeit Gespräche möglich.

Was ist Terminologiemanagement?

IT, Technik und Medizin haben jeweils ihren eigenen Fachwortschatz, der kundenspezifisch, konsistent und widerspruchsfrei angewendet und verwaltet werden muss.

  • Terminologiemanagement ist außerdem zur Erhaltung der Firmenidentität und des -images wichtig.

Zum Terminologiemanagement gehören:

  • Terminologieextraktion (Gewinnen von Terminologie aus vorliegenden Texten)
  • Terminologiebereinigung (Bearbeiten und Aktualisieren von Terminologie)
  • Terminologierecherche (Erarbeiten von Terminologie)
  • Terminologiepflege und -verbreitung
  • Terminologiekontrolle (manuelle oder maschinelle Überprüfung)

Sind bei Alpha globale Managementsysteme im Einsatz?

Ja. Wir arbeiten mit den gängigen GMS, u.a. SDKL TMS, SDL WorldServer und Across. Diese helfen bei der Standardisierung von Arbeitsabläufen und steigern die Produktivität. Für die Kunden bedeutet dies weniger Aufwand und schnellere Durchlaufzeiten.